„Denke nicht nur mit deinem Kopf,
denke mit deinem ganzen Körper.“

Eckhart Tolle

Leistungen und Therapien

Den richtigen Weg in Ihrer Lebenssituation einschlagen

Die Leistungen und Therapiestrategien im Bereich der Psychotherapie und Psychosomatik sind vielseitig.

Wünschenswert sind dabei Motivation zur Veränderung, Offenheit und die Bereitschaft sich aufeinander einzulassen.

Wenn notwendig, kommt es auch zur Verordnung von Medikamenten und Heilmitteln (in Absprache mit den Mitbehandlern).

gehören mit zu den häufigsten seelischen Erkrankungen. Wir schauen gemeinsam nach der aktuellen, auslösenden Lebensrealität, zurückliegenden Konflikterfahrungen und Belastungen mit Menschen und Aufgaben. Wir verbinden dies mit dem Blick auf bewusste und unbewusste Anteile. Wir stellen uns dem Aushalten und orientieren uns an dem Zurückfinden der Gefühle, an gedanklichen Unterstützungen und Veränderungen, an Abwendung von Suizidalität, an Umsetzung von körperlicher Bewegung, an Aufrechterhaltung einer regelmäßigen Tagesstruktur. Hinzu kommen angepasste Aktivitätspläne, Ressourcentrainings und die Hoffnung auf gelingende menschliche Beziehungen, Arbeitserfüllung und ganz besonders eine Zuversicht in die Zukunft.

Angstzustände gehören zu den häufigsten seelischen Erkrankungen. Furcht ist ein normales, wichtiges Gefühl, übersteigerte Angst wird krankheitswertig. Unser inneres System verfügt über eine gute Steuerung der normalen Angstregungen. Störungen führen dazu, dass diese Steuerung entgleitet und Ängste oder Panikzustände verstärkt in unser Erleben kommen. Wichtig ist, Ängste als Ängste zu erkennen, insbesondere wenn sie sich vorrangig körperlich zeigen. Mitunter ist die Ursache der Angstauslösung gut zu greifen, mitunter ist sie verwinkelt und durch mehrere Faktoren ausgelöst. Panikzustände sind in der Regel gut behandelbar, tiefergreifende Ursachen der Angst brauchen länger in der Bearbeitung.

Das können sein: chronische Gefäßerkrankungen, Muskel/Skeletterkrankungen, Organerkrankungen, Krebserkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, chronische Entzündungen oder Autoimmunerkrankungen.

Die Therapiestrategie versucht hier Antworten auf Fragen zu finden wie:

Was macht mein Leiden aus und wie gehe ich mit Einschränkungen um? Wie kann ich trotzdem ein zufriedenes und sinnerfülltes Leben leben? Was macht die Erkrankung mit mir? Was bedeutet sie für mein Lebens- und mein Körperkonzept? Wie kann ich trotzdem ein zufriedenes und erfülltes Leben führen? Wie kann ich meine gedanklichen, gefühlsmäßigen, körperlichen Beziehungskraftquellen immer wieder erfrischend nutzen? Welche Verhaltensweisen will und muss ich lernen an der Erkrankung? Wie kann ich meine Kraftquellen immer wieder stärkend nutzen?

Ich möchte gern mein breites Erfahrungswissen aus der Inneren Medizin und der Allgemeinmedizin mit den Möglichkeiten der psychotherapeutischen und psychosomatischen Medizin mit Ihnen und Ihrer Krankheitsvorstellung (sog. subjektives Krankheitsmodell) so einsetzen, dass Sie sich verstanden fühlen.

Wichtig ist dabei auch der gute Kontakt zu Ihrem Hausarzt und/oder Facharzt, sodass die Behandlungskonzepte optimal zueinander passen und sich ergänzen.

EMDR ist eine wissenschaftlich anerkannte, sehr wirksame Methode in der Bearbeitung von akuten oder länger zurückliegenden bedrängenden Erlebnissen im Sinne einer posttraumatischen Belastungsstörung. Wir arbeiten mithilfe von geleiteten Augenbewegungen und dosierter Konfrontation, eingebettet in stabilisierende, entängstigende Strategien und eine haltgebende, verlässliche Beziehung.

Traumatherapie mit EMDR stellt ein Angebot dar für Menschen mit belastenden Erinnerungen, traumatischen Erfahrungen mit oder ohne Flashbacks (szenisches Wiedererlebnis), Intrusionen (aufdrängende und eindrängende Erinnerungen), Dissoziationen (innere Teilung), Selbstverletzungen und traumaausgelöste oder verschlimmernde körperliche Erkrankungen wie chronische Schmerz-/Missempfindungs- oder Entzündungszustände.

Eine Domäne der psychosomatischen Medizin stellt die Behandlung von Menschen mit körperlichen Belastungsstörungen (funktionell, somatoform) dar. Dazu zählen Schmerzen, Schwindel, Drücken, Brennen, Jucken, Schwitzen, Durchfall und andere mehr, ohne dass die körperliche Diagnostik befriedigende Erklärungen gefunden hat.

Das therapeutische Arbeiten zielt darauf hin, Erklärungsmodelle zu finden, zum einen eine Bearbeitungsakzeptanz im Umgang mit den Symptomen zu fördern und zum anderen diese zu reduzieren oder zum Verschwinden zu bringen. Wesentlich ist hier, dass beteiligte Gedanken, Gefühle und Körperspannungen verstanden und in ihrer Bedeutungszuschreibung gelesen werden können. Hierbei kommt der Wahrnehmung und dem Ausdruck von belastenden Gefühlen wie Überforderung, Spannung, Scham, Schuld, Aggression, ... eine gewichtige Rolle zu. Dies vor dem Hintergrund aktueller Belastungen, Stresserlebens, Erschöpfung, negativer Vorbilder, katastrophisierender Angst- oder Grübelgedanken sowie früher zurückliegender belastender Erfahrungen und Veranlagung. Gleichzeitig gilt es nicht betroffene, gesunde Körperfunktionen als Kraft- und Veränderungsquellen bewusst einzusetzen und so eine neue Balance zu schaffen.

Weitere wichtige Störungsbilder: Was ist zu tun bei anhaltenden krankmachenden Stresssymptomen, schweren Erschöpfungs- und Müdigkeitszuständen, bei Zwangsstörungen, bei Schlafstörungen, bei sexuellen Funktionsstörungen, bei Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen oder bei seelischer Krankheit aufgrund emotionaler Entwicklungsstörung?

So vielgestaltig diese Störungen anmuten, so spezifisch sind erprobte Behandlungsstrategien wählbar. Das Spektrum reicht von Verbesserung des Krankheitsverständnis, Erkenntnis über die Ursachenzusammenhänge einschließlich der Auslösesituation(en) und der Wahrnehmungstrigger. Weiter helfen korrigierende positive Erfahrungen und Gedanken, hin zu neuen Gefühlserfahrungen und Verhaltenskorrekturen. Veränderungen, die dann zu einer erfolgreichen Alltags-/Berufsbewältigung und einer gelingenden, befreienden sozialen Einbindung mit Herzenswärme führen können.

Gerade die Corona-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 hat gezeigt wie wichtig die Aufmerksamkeit gegenüber älteren Menschen sein kann und sein muss. Das Erkrankungsrisiko ist erhöht, der Körper verändert sich, die Kräfte müssen anders eingeteilt werden, Krankheiten und Einschränkungen können mit zum Alltag gehören, medizinische Eingriffe müssen verdaut werden, soziale Einbindungen können wegbrechen, alte belastende Erinnerungen wieder auftauchen. Und gleichwohl ist die psychotherapeutische Versorgung ältererer Menschen noch ausbaufähig. Und sie lohnt, haben diese Menschen sich schon bewiesen, schon viel erlebt, bewältigt und in eine Lebensskulptur gegossen.

Die Behandlung chronischer Schmerzzustände ist aus psychotherapeutischer und psychosomatischer Sicht eine Herausforderung, da bis zur eigentlichen Therapie oft schon viel Zeit ins Land gegangen ist und die Schmerzen deshalb schon sehr festsitzen. Chronische Schmerzen brauchen eine Vorgehensweise, in welcher die beteiligten Behandler (Hausarzt/Facharzt/Schmerztherapeut/Physiotherapeut/Psychosomatiker) gut aufeinander abgestimmt sind und am gleichen Strang ziehen. Schmerzsymptome können in der Ursache sehr vielgestaltig sein und bedürfen eines differenzierten Vorgehens – so brauchen bspw. Nervenschmerzen eine andere Herangehensweise als Erinnerungsschmerzen durch Gewalt- oder Missbrauchserfahrungen. Im Behandlungspaket wissen wir um diese Unterschiedlichkeit und es kann individuell geschnürt werden.

Was ist was? Fachbegriffe verständlich erklärt

Da erfahrungsgemäß die P-Begriffe nicht einfach auseinanderzuhalten sind, möchte ich hier mit einer kurzen Begriffserklärung die Unterschiede zwischen verschiedenen Fachleuten deutlich machen und einige wichtige Begriffe erklären.

Ein ärztlicher Psychotherapeut hat Medizin studiert, hat eine Facharztausbildung durchlaufen (in meinem Fall Innere Medizin und Psychosomatische Medizin) und eine spezifische Psychotherapieausbildung absolviert.

Ein Psychiater hat Medizin studiert, die Facharztausbildung in Psychiatrie/Neurologie durchlaufen und eine spezifische psychotherapeutische Ausbildung absolviert.

Ein psychologischer Psychotherapeut hat Psychologie studiert und eine spezifische Psychotherapieausbildung absolviert.

Diese drei Berufsgruppen dürfen im Rahmen der kassenärztlichen Versorgung psychotherapeutische Leistungen bei Erwachsenen erbringen.

Die Psychosomatik kommt in ihrer Entwicklungsgeschichte mehr aus der Inneren Medizin und betont in besonderer Weise die Wechselwirkungen zwischen seelischen Bewegungen und dem körperlichen Ausdruck in der Symptombildung. Den Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie gibt es seit rund 25 Jahren. Das Gebiet selber seit mehr als 100 Jahren. Doch auch schon Hippokrates machte sich 400 v.Chr. Gedanken über die „Natur des Ganzen“.

Psychotherapie ist ein gemeinsamer Begriff aus Psychologie und Medizin für die Anwendung von psychologisch-medizinischer Wissenschaft in der Heilkunde.

Unsere Wahrnehmungen, Erlebnisweisen, Verarbeitungsprozesse und Verhaltensreaktionen sind stets und durchgehend bio-psycho-sozialer Natur:

  • Bio = die Gesamtheit all unserer körperlichen Prozesse von Eizelle, Gewebe, Blutkreislauf, (Sinnes-)Organe, Stoffwechsel, Hormonsystem über vegetatives bis hin zum zentralen Nervensystem
  • Psycho = die Gesamtheit all unserer Gedanken, Gefühle, Wahrnehmungen, Verhaltensmuster und Erinnerungen
  • Sozial = die Gesamtheit all unserer Beziehungen – zu mir, zu den Mitmenschen, zur Natur, zur Kunst, zu Gott.

Psyche (gr.): Atem, Hauch, Seele

Soma (gr.): Körper

Therapie (gr.): Heilbehandlung

Rahmenbedingungen

Psychotherapeutische Leistungen werden im Sinne einer Krankenbehandlung von der gesetzlichen Krankenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung (BG), der Heilfürsorge und den meisten privaten Krankenversicherungen und der Beihilfe getragen.

Voraussetzung für die Krankenkasse ist, eine Krankenbehandlung durchzuführen mit den Zielen eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern.

Die in der Praxis durchgeführte tiefenpsychologische fundierte Therapie ist als Einzel- und in Gruppentherapie als Kassenleistung anerkannt.

Ebenso EMDR zur Traumatherapie, die psychosomatische Grundversorgung, die übenden Entspannungsverfahren Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson.

Patienten mit privaten Krankenversicherungsstatus sollten vor Beginn der Behandlung mit ihrer Krankenversicherung klären, welche Kosten übernommen werden.

Es gibt folgende Behandlungs- und Anwendungsformen. Sie unterscheiden sich in der Länge der Gesamtbehandlung, in der Frage, was es wie zu klären gibt, in der Intensität des Vorgehens und der eingesetzten therapeutischen Werkzeuge.

Psychotherapeutische Sprechstunde, bis max. 6 Sitzungen à 25 min (50 min),
Akutbehandlung bis max. 24 à 25 min (50 min),
Probatorische Sitzungen mind. 2 – 4 à 50 min als Vorbereitung für nachfolgende Therapien:
Kurztherapie bis 24 h
Langzeittherapie bis 100 h